Dienstag, 13. Februar 2018

Montagsfrage - Was ist für dich ein No-Go in Liebesgeschichten?

Jeden Montag wird bei Buchfresserchen eine Frage rund um das Thema Bücher gestellt. Eine Antwort ist nicht unbedingt nur am Montag erforderlich. 

In der heutigen Frage geht es um die Romantik in Büchern, vorausgesetzt du magst sie.



Wenn ja, was sind für dich die No-Gos in einer Liebesgeschichte?

Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, ich lese keine Liebesgeschichten, aber als bekennender Thriller/Krimi-Fan gerate ich eher zufällig an diese Bücher. Das eine oder andere Geschenk ist eben dabei und wie in allen Genres gibt es auch hier solche und solche Exemplare.
  • Ein No-Go sind diese ad hoc Geschichten nach dem Motto: er kam, sah und siegte oder passend für die Romantik geschrieben: kaum kennengelernt, schwer verliebt und gleich geheiratet. Diese Vorgehensweise ist für mich absolut unglaubwürdig und realitätsfern. Ich kenne niemanden, dem die Liebe derart begegnet ist.
  • Weiteres No-Go, wenn Sie ihren Helden anschmachtet bis zur Selbstaufgabe, und Er sein Ego heraushängen lässt. Wo bitte bleibt da die partnerschaftliche Gleichberechtigung? Liebe ist ein Geben und Nehmen, und wenn es passt, tun es beide von Herzen gern.
  • Nächstes No-Go ist das endlose Getümmel in den Betten oder eine "Liebe", die immer in demselben landet. Leider wirken die meisten dieser Geschichten platt und einfallslos. Ist dann die Sexszene obendrein schlecht geschrieben, verzichte ich auf diese Lektüre.
  • Noch ein No-Go sind Geschichten, in denen man am Anfang bereits das Ende vorausahnt und man sich nur noch durch die vermeintlichen Hindernisse quält. Manchmal erscheinen die in Form einer dritten Person oder sind selbstgemacht und wenig spektakulär. Es gibt aber gute Lektüre, in der sich der Kern der Geschichte weiterentwickelt und in der nicht das Ende vorhersehbar ist.
Gerade im Bereich der Liebesgeschichten gibt es durchaus auch berühmte Autoren, deren Bücher mich nicht durchweg überzeugt haben, da die zum Teil sterbenslangweilig sind.

Nachhaltig hat mich hingegen das Buch Solange du da bist von Marc Levy beschäftigt. 


Alles Geschmackssache, aber ich stehe auf diese wundervolle Romanze zwischen Fantasie und Realität. Ein Buch mit fantastischen Textstellen. Möge das Leben doch manchmal so leicht und körperlos sein. 

Was ist für dich ein No-Go in Liebesgeschichten? Hast du das Lesen eines Buch deswegen schon abgebrochen?








Donnerstag, 8. Februar 2018

Ich, das Schreiben und das Autorenleben

Vor knapp fünf Jahren schrieb ich über meine Träume und die Realität. Was ist daraus geworden? Wo stehe ich heute? Wie ist es mir als Autorin bisher ergangen?

Unumstritten, der Weg zur erfolgreichen Autorin ist lang, sehr lang. Je mehr Zeit verrinnt, um so steiniger wird er. Es drängen viele Schreiberlinge täglich auf den Buchmarkt.
Was ich als Autorin mitbringen muss, ist eine gehörige Portion Geduld, gefolgt von disziplinierter Arbeit und jeder Menge Motivation. Was bleibt übrig von den Wunschvorstellungen einer Autorin, wenn der Erfolg den schleppenden Gang einlegt ? Was spornt mich an nicht aufzugeben? Ich weiß von Kollegen, die genau das getan haben. Mit welchen Projekten ich mich aktuell beschäftige, habe ich hier zusammengefasst.
  • Endlich habe ich Struktur in meinen 2. Krimi gebracht, deren endgültige Überarbeitung allerdings aussteht.
  • Das fertige Manuskript eines Liebesdramas um Leben und Tod muss vor Veröffentlichung lektoriert und testgelesen werden.
  • Mehrere Kurzgeschichten liegen fertig auf Eis. Ich konnte mich bisher nicht durchringen, sie zu veröffentlichen.
  • Der fantastische Roman einer jungen Frau, die durch das Abenteuer ihres Lebens die Geheimnisse ihrer Familie ergründet, geht in das letzte Schreibdrittel. 
  • Ein Liebesdrama wartet auf seine Vollendung.
  • Die Idee eines weiteren Romans um zwischenmenschliche Beziehungen habe ich auf zwanzig Seiten festgehalten. 
  • Das Handlungsgerüst für meinen 3. Krimi habe ich notiert.
  • Weitere angefangene Projekte verharren in der berühmten Schublade.
Seit einiger Zeit führe ich ein Schreibtagebuch, um einen detaillierten Überblick über meine Schreibgewohnheiten zu erhalten. Ich überlege noch, ob ich das auf meiner Website unter News und Projekte online stelle.

Einige Dinge sind passiert und gehen voran, doch ehrlicherweise nagte zwischenzeitlich heftig der Frust in mir, der zur mehrwöchigen Schreibpause führte. Mich plagte einfach das Gefühl, die entscheidenden Schritte nicht richtig angepackt zu haben.

Da war mein Krimi IM ZAUBER DER MADONNA zwar in allen Buchhandlungen und Online erhältlich, doch mit der Veröffentlichung des 2. Krimis stockte es bis jetzt.
Schuld daran bin ich selbst, weil ich mich bei der Überarbeitung desselben zunächst in meinen Gedankengängen verirrt und anschließend damit schwer getan habe. Jede andere Story legte ich vor die Überarbeitung. Ich verschob das ganze Werk sogar Jahre auf Eis. Obwohl ich selbst ein begeisterter Thriller/Krimi-Leser bin, konnte ich mich zur Überarbeitung meines eigenen Projektes nicht durchringen - bis vor Kurzem. Ich möchte nicht zuviel versprechen, aber der Anfang der Überarbeitung ist gemacht.

Ein weiterer Punkt meines zögerlichen Erfolgs ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass ich als Selfpublisherin mich viel intensiver mit Marketing und Verkauf meiner Bücher beschäftigen muss als eine Verlagsautorin. Mit Beginn meines Autorenlebens habe ich diese Komponenten eindeutig unterschätzt und einen mittelmäßigen Aufwand mit verheerenden Folgen betrieben. Heraus kam eine ziemlich nüchterne Feststellung des Erfolges, die den abwärts gerichteten Energieschub nach sich zog. Es dauerte lange Zeit, mich selbst wieder zu motivieren. Trotzig widerstand ich der Versuchung aufzugeben.
Stattdessen begriff ich, dass die Dinge NICHT ohne mein besonderes Engagement laufen, und dass Marketing nichts mit meiner Liebe zu den Buchstaben zu tun hat. Im Gegenteil, jedes Mal, wenn ich schreibe und sei es nur eine Seite, empfinde ich ein großartiges Glücksgefühl. Zu erkennen, dass ich durch ein diszipliniertes Handwerk etwas Kreatives erschaffen kann, zog einen Lernprozess nach sich, der meinen ganzen Willen herausforderte.

Mehr und mehr strich die Zeit dahin, und ich musste mir eine Menge Versäumnisse in Sachen Marketing und Social Media eingestehen. Inzwischen schreibe ich jeden Tag und arbeite mit einem Mediaplan, besuche Schulungen und Messen und beschäftige mich mit den Netzwerkmustern erfolgreicher Autoren.

Ich betreibe gern meine Homepage, blogge mit Freude, recherchiere im Internet, bin mit Spaß unterwegs auf verschiedenen Netzwerken und sammle Informationen bzgl. Cover, Titel und Klappentext. Ich bin bereit, zu lernen und hole mir Marketingtipps von Experten. In winzigen Schritten treibe ich so die Umsetzung meiner gesteckten Ziele voran. Den Zeitrahmen jedoch habe ich weiter geöffnet, damit ich mir nicht wieder selbst im Wege stehe und damit die Freude am Schreiben nehme.

Im Zuge all dieser Überlegungen plane ich, meinen 1. Krimi neu aufzulegen. Nach all den Jahren ist es Zeit für eine Runderneuerung. Die Details zum Ablauf stehen noch aus. Allerdings weiß ich bereits jetzt, dass ich keine neue Baustelle aufreiße, bevor die vorhandenen nicht behoben sind.

Glaubt mir, ich bin selbst meine größte Kritikerin. Ich bin wie ich bin, aber es geht besser. Die Liebe zu Büchern ist Teil meines Lebens. Sie spornt mein Schreibfieber an und sorgt für innere Zufriedenheit. Für mich als Autorin ist es eine Erfüllung, leere Seiten zum Leben zu erwecken. 

Wie empfindest du dein Autorenleben? Welchen Traum verbindest du damit? Und wie sieht deine Realität aus? Hast du einen Tipp für mich? 

Donnerstag, 25. Januar 2018

Zwischen Traum und Fantasie

Immer, wenn ich ein neues Schreibprojekt starte, ging dem ein Traum voraus oder die Fantasie mit mir durch. 

Wie ist das mit der Fantasie, mit dieser Fähigkeit, sich Dinge ausdenken und vorstellen zu können? 
Mir widerfährt mitunter nur ein Satz, ein Wort, eine Person oder eine Situation, manchmal ein Traum, und schon regt sich meine Fantasie um einen künstlerischen Einfall. Es ist das Leben, das mir die Zutaten reicht.

Doch genügt das tiefgehende, überschwängliche Gefühl, welches unerwartet zuschlägt wie ein Blitz und mit etwas Glück bei mir bleibt, bis alles aufs "Papier" gebracht ist? 
Es gab Umstände, da glitt es ab in die Routine des Alltags, und ich vergab meine Chance, es festzuhalten. Ein unwiederbringlicher Schatz ging verloren. Heute passiert mir das nicht mehr. Entgegen anderer Tipps trage ich Zettel, Stift, Memo, Handy, irgendetwas zum Notieren bei mir oder eines dieser Dinge liegt bereit, falls mein Gedächtnis einmal streikt. Was sind schon ein paar Nachtstunden, wenn d e r Traum festgehalten werden muss?
Jede Kleinigkeit aus der alltäglichen Umgebung kann zur Idee erwachen und für Überraschungen sorgen. Manchmal nehme ich mir bewusst Zeit und genieße die Dinge, die mich glücklich machen, denn diese regen immer meine Fantasie an. 

  • Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, am liebsten am Meer
  • das Rauschen des Meeres
  • eine singende Amsel am frühen Morgen
  • die bunte Vielfalt einer Sommerwiese
  • der Duft frisch gemähten Rasens
  • Erdbeeren mit Schlagsahne
  • ein Regenbogen
  • rote Rosen
  • azurblauer Himmel
  • eine Reise in die Weiten der Welt
  • ein Verweilen an meinen Lieblingsleseplätzen 
Es gibt zahlreiche weitere Motive, die meiner Kreativität genügend Raum geben. Gipfelt dann mein Inneres im Gleichklang mit der Fantasie endet dieser Weg meistens an meinem Schreibtisch, um Dialoge, Szenen oder Handlungen am PC festzuhalten. Ein sinnbildliches Ideal, das den Alltag vergessen lässt, von Momenten der Sorgen ablenkt und eine nahezu perfekte Welt darstellt, ist erwacht. Nicht zuletzt verbinden sich Träume mit meiner Fantasie.

Es schadet nicht, in den Wolken zu schweben und zu träumen von einem entfernten Kosmos oder sich entführen zu lassen in das Schloss der Fantasie. Wer will das nicht gelegentlich?

Wie erlebst du deine Fantasie? Wie gehst du mit deinen Träumen um? Was inspiriert dich?


Mittwoch, 17. Januar 2018

Welche Buchfigur hat dein Herz erwärmt?

Jeden Montag wird bei Buchfresserchen eine Frage rund um das Thema Bücher gestellt. Eine Antwort ist nicht unbedingt nur am Montag erforderlich. 

Hallo ihr Lieben! Neues Jahr, neue Frage - meine erste in 2018 und gleich eine, die mich zum Nachdenken herausfordert. Es ist schließlich nicht ganz einfach, sich nur für e i n e Buchfigur zu entscheiden. Aber lest selbst die:



Manchmal schwärmt man ja regelrecht für eine Buchfigur. Welche ist/war euer aktueller/letzter Character Crush?

Es gab schon die eine oder andere Buchfigur, für die ich mich begeistert habe, aber als eine der herausragenden ist mir James Elroy Chandler aus Johannes Mario Simmels Buch Ich gestehe alles im Gedächtnis geblieben.

Chandler, von beruflichen Intrigen umsponnen, dessen Ehe zerrüttet ist und der einem außerehelichen Verhältnis nachgeht, erfährt, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat. Was dann in dieser kurzen Zeitspanne geschieht, hat Simmel in einer mitreißenden Story ohne überflüssige Schnörkel dargelegt. Chandler gleitet ab in ein völlig ungehemmtes Leben. Er wird zum Betrüger und Mörder, erkennt schließlich, welche Hoffnung ihn trägt und findet am Ende zu sich selbst zurück.

Mit spritzigen Dialogen, überraschenden Wendungen sowie besonderen sprachlichen Textstellen hat Simmel eindrucksvoll die Veränderung eines Menschen in einer ausweglosen Situation geschildert. Er hat auch noch dafür gesorgt, dass mir die zwiespältige Figur des James Elroy Chandler samt seiner Handlungsweise sympathisch ist. Bemerkenswert, zumal der doch Verbrechen begeht.


Welcher Charakter hat dich begeistert? Oder schwärmst du für eine Romanfigur (m,w) deiner aktuellen Leselektüre? Warum?

Donnerstag, 11. Januar 2018

Mehr Zeit für Autorinnen

Der Autorenblogger und Schriftsteller Sven Hensel hat im Mai 2017 eine tolle Aktion ins Leben gerufen, #Autorinnenzeit, die, wie ich finde, immer aktuell ist, damit Autorinnen mehr Beachtung erhalten.

"Frauen im Literaturbetrieb werden, trotz der vielen Artikel und Fingerzeige auf das Problem, zu oft belächelt, ihr Schreiben „mit Anspruchslosigkeit gleichgesetzt“ (Autorin Zoë Beck in einem Beitrag der Welt), bei Preisverleihungen übergangen, sofern sie überhaupt einmal nominiert/vorgeschlagen werden, und sie haben weiterhin mit einer gläsernen Decke zu kämpfen, die sie daran hindert, zu ihren männlichen Pendants aufzuschließen, sei es in der gesellschaftlichen Wertschätzung oder auch ihrer Stellung im Literaturbetrieb." (Zitat Autor Sven Hensel)

Die Aktion #Autorinnenzeit ist zwar längst ausgelaufen, doch sollten Autorinnen weiterhin in den Focus der sozialen Netzwerke rücken. So nehme ich den Anstoß zur Überlegung auf und weise in loser Folge explizit auf das Buch einer Autorin aus meinem Bücherregal hin.

Die Reihenfolge der Publikationen entsprechen keiner Wertung. Manche Bücher liegen noch auf meinem Stapel ungelesener Bücher (SuB). In meiner Bibliothek stehen die Werke bekannter sowie unbekannter Autorinnen.

Von den Anfängen eines Buches bis zur erfolgreichen  Veröffentlichung ist es ein langer und beschwerlicher Weg, der Disziplin, Ausdauer sowie eine gehörige Portion Glück erfordert. Daher verzichte ich aus Respekt gegenüber den Werken der Kolleginnen und als Autorin auf die Veröffentlichung meiner Rezensionen. Diese lege ich weiterhin in einer persönlichen Online-Datei ab.


Zu meinen jüngeren Anschaffungen gehört Gottlos von Karin Slaughter



Ich bin bekennender Thriller und Krimifan, je bedrohlicher, um so besser. 

Der Klappentext klingt vielversprechend. Hier ein winziger Vorgeschmack: 

"Ein grausamer Leichenfund schockiert die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und Chieff Jeffrey Tolliver. Ein junges Mädchen wurde lebendig begraben, ihr Tod muss unendlich qualvoll gewesen sein ..."

Nach einem ersten Schmökern trennte ich mich nur ungern, und doch wartet das Buch auf meinem SuB. Ich habe mir tatsächlich seit Kurzem eine Lese-Reihenfolge der Werke aus meinen Bücherregalen auferlegt, um die Klassiker und älteren Exemplare nicht in den hinteren Ecken zu vergessen.

So steigere ich meine Neugier auf Gottlos und freue mich schon vorab auf ein spannendes Lesevergnügen. 

Welches Buch einer Autorin hast du zuletzt gekauft? Hast du es bereits gelesen oder liegt es noch auf deinem SuB? Warum hast du es gekauft?



Dienstag, 2. Januar 2018

Empfehlenswerte Lesefavoriten

Das Jahr 2017 ist Vergangenheit.
Zeit, Bilanz zu ziehen, was meine persönliche Lesestatistik betrifft.
Wie in dem Blogbeitrag: Wie viele Bücher hast du dieses Jahr bereits gelesen? geschrieben, übertraf ich mein Lesevergnügen um etliche Bücher. Die Steigerung beruht hauptsächlich auf der besseren Nutzung meiner zeitlichen Ressourcen. Ich denke, da geht noch etwas. Aber das wird sich zeigen im Jahr 2018.

Von den gelesenen Büchern 2017 waren die nachfolgenden meine Favoriten, weil sie sich durch sprachlich besondere Textstellen, kurzweilige Plots, spritzige Dialoge, überraschende Wendungen, gefühlvolle oder mitreißende Stories, markante Charaktere oder interessantem Hintergrundwissen ausgezeichnet haben.
Ein fantastischer Lesespaß, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Besondere sprachliche oder inhaltliche Textstellen habe ich mir markiert. Hier sind nur einige ausgewählte Formulierungen festgehalten:

DER SCHATTEN DES WINDES
Seite 13 "... wenige Dinge prägten einen Leser so sehr wie das erste Buch ... Diese ersten Seiten, das Echo dieser Worte, ... , begleiten uns ein Leben lang und meißeln in unserer Erinnerung einen Palast ..."
Seite 250 "Bücher sind Spiegel: Man sieht in ihnen nur, was man schon in sich hat."

SIGNORA PIA UND DAS LÄCHELN DES MEERES
Seite 31 "Ihr zwei ... seid wie ein leuchtender Stern, der vom Himmel ins Meer gefallen ... ist."
Seite 166 "Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern."




STILLER SCHREI
Seite 132 "Ihre Züge waren wie das Wasser mit goldenem Mondlicht gesprenkelt, ..."
Seite 263 "Der Halbmond blinzelte durch eine dünne Wolkendecke."

DIE ANDERE SEITE DER WAHRHEIT
Seite 153 "Fünf Sekunden Fassungslosigkeit, fünf Sekunden Gewissheit ... Fünf Sekunden lautlos kreischenden nackten Entsetzens. Und dann setzte der Schmerz ein."
Seite 320 "Unterdessen lauerte Joseph Scott in seinem Netz, wartete wie eine Jagdspinne auf den richtigen Zeitpunkt."

                              
SOLANGE DU DA BIST
Seite 94 "Denn gerade während man rechnet und das Für und Wider gegeneinander abwägt, geht das Leben an einem vorbei."
Seite 99 "Irgendwann verändern wir uns, aber alle waren wir am Anfang Kinder."
Seite 170 "Die Einsamkeit aber ist ein Garten, in dem die Seele verdorrt, und die Blumen, die dort wachsen, duften nicht."

ICH GESTEHE ALLES
Seite 190 "... dass es nur eine Sünde in unserer Zeit gab, nämlich: die Hoffnung verlieren."
Seite 300 "In jedem Leben kam der Tag, an dem man stehenbleiben musste, um, ... , zu kämpfen."
Seite 326 "Denn den Erwachsenen gehört die Gegenwart und das Gestern. Den Kindern aber, ... , gehört die Zukunft dieser Welt."










                             



PARADIES NEU ZU VERMIETEN
Seite 52 "Wer mir im Vertrauen eine Geschichte erzählt, darf sicher sein, dass ich sie für mich behalten werde, um sie in meinem nächsten Buch zu verwenden."
Seite 76 "Wozu tratscht man, wenn nicht zum Zweck der Weitergabe?"

KONTROLLVERLUST
Seite 78 "Peter Scholl-Latour wird der Ausspruch zugewiesen: Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!"
Seite 94 "Merkels Migrationspolitik riskiert die Freiheit der Menschen im Inneren."
Seite 159 "Roosevelt sagte einmal: In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, dann kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war."


Blaise Pascal sagte einst: 
"Die besten Bücher sind die, von denen jeder Leser meint, er hätte sie selbst machen können."

Jeder bewertet Bücher nach seiner Fasson. Was dem einen zusagt, vermag dem anderen zu missfallen. Letztlich sind jene Bücher die besten, welche von dem Leser begeistert angenommen werden und die ihm nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Welche Bücher waren deine Favoriten 2017? Warum konntest du dich für sie begeistern? Gab es eine Lieblingstextstelle, die dir besonders gefiel?



                                                                                                      



























Mittwoch, 20. Dezember 2017

Weihnachten und die ZEIT

Da hasten wir durch das ganze Jahr, finden kaum eine Gelegenheit zum Innehalten und fühlen uns letzten Endes, genau zur Zeit der besinnlichen Stunden, abgehetzt. Bald weihnachtet es wieder, doch die Rastlosigkeit kennt keine Grenzen. Manchmal in finsterer Nacht oder 5 vor 12 erleben wir den Kontrollverlust, boxen uns wieder erfolgreich durch das Leben und zu all dem Getöse der Vorfreude auf Weihnachten gesellt sich die Jagd nach den Geschenken. Halleluja ...

Die Verzweifelten, Lustlosen, Keine-Zeit-Menschen haben genau die abgeschafft. Auch ich bin der Vereinfachung unterlegen und habe Plätzchen, Braten, Geschenke & Co kurzerhand reduziert. Irgendwie ist mir etwas anderes im Leben wichtiger geworden - ZEIT.  Bitte mehr davon!

Genau die in Verbindung mit freudiger Überraschung schafft ebenso glückliche Gesichter.
Die Plätzchenbäckerei haben wir familiär zusammengelegt. Gemeinsames Backen macht sowieso mehr Vergnügen. Keiner werkelt für sich allein. Den Braten genießen wir im Restaurant. So muss niemand stundenlang in der Küche stehen. Wir setzen uns nur an den festlich gedeckten Tisch und haben Zeit zum Plaudern.
Auch müssen keine teuren Geschenke her, keine weite Reise oder aufwändige Veranstaltungen. Es reichen Kleinigkeiten, Hauptsache wir können die wenige Zeit miteinander verbringen.

So freue ich mich auf:
  • einen Spaziergang am Meer, vielleicht unter strahlend blauem Himmel.
  • die allabendliche Weihnachtsbeleuchtung.
  • den Duft von gebackenen Plätzchen.
  • einen gemütlichen Weihnachtsabend im Kreis der Familie.
  • heißen Glühwein oder Feuerzangenbowle.
  • Abende am Kamin.
  • ZEIT zum Schreiben und Lesen. 
                                                                      Das ist alles, was ich mir wünsche.


"Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, 
sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen." 
                                                                              (Seneca)

Hast du manchmal auch das Gefühl, keine Zeit zu haben? Was tust du dagegen? Worauf freust du dich zu den besinnlichen Tagen?